Im Folgenden finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Trainingseinheit?
Gruppenstunden 60 Minuten; Einzelunterricht 55 Minuten.
Wie oft sollte ich zum Training kommen?
Das hängt ganz von Ihren Zielen, Bedürfnissen und Möglichkeiten ab. Wir
haben Klienten die 1x pro Woche kommen und manche die 3x pro Woche
kommen. Unser Wunsch an Sie ist, dass Sie die Trainingsinhalte in Ihren
Alltag einfließen lassen und somit täglich und immer und überall „trainieren“.
Wie lange dauert es bis man Pilates gelernt hat?
Hierzu ein Zitat von Joseph Pilates:
„Nach 10 Stunden fühlen Sie einen Unterschied,
nach 20 Stunden sehen Sie einen Unterschied,
nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper.“
Unsere Meinung:
Pilates ist ein Prozess – kein Event. Genießen Sie diesen wunderbaren
Prozess ohne Zeitdruck und freuen Sie sich über zunehmende
Körperwahrnehmung und Lebensfreude.
Habe ich das richtige Alter um Pilates zu machen?
Auch wenn Pilates unter Tänzern und Sportlern besonders beliebt ist, eignet
sich die Pilates-Methode ebenso für fast jedes Alter.
Einer der Vorzüge von Pilates ist, dass wir, vor allem in den Einzelstunden,
ganz individuell auf jeden Menschen individuell eingehen können und somit
Alter und körperliche Fitness für den Einstieg keine Rolle spielen.
Viele unserer Klienten sind im mittleren Alter oder älter. Speziell um das
Wechseljahre-Alter realisieren viele Frauen, dass es höchste Zeit wird,
etwas für die körperliche Fitness zu tun. Da eignet sich Pilates hervorragend,
da wir jeden da abholen wo er/sie ist.
Prinzipiell nehmen wir alle Klienten zwischen 9 und 99 Jahren an und bieten
auch spezielle „50Plus-Stunden“ an.
Und schließlich sind Sie so alt wie Sie sich fühlen.
Zitat von Joseph Pilates:
„Wenn man sich mit 30 Jahren steif und schwach fühlt ist man alt.
Wenn man sich mit 60 Jahren flexibel und stark fühlt ist man jung.“
Ist Pilates hauptsächlich für Frauen?
Weit gefehlt! Schon der Entwickler der Trainingsmethode, Joseph Pilates,
war ein Mann. Früher leitete er in „Jackob’s Pillow“
(einem Tanztrainingszentrum in den USA) sogar reine Männer-Pilates-Klassen.
Erst später öffnete er die Kurse auch für Frauen.
Da Männer in der Regel weniger flexibel sind als Frauen tut ihnen Pilates
sogar besonders gut.
Ca. 1/3 unserer Klienten sind Männer.
Ist es ausreichend, wenn ich ausschließlich Pilates trainiere?
Nein, Sie sollten Ihr Pilates-Training mit einem Herz-Kreislauf-Training, wie
z.B. Radeln, Schwimmen oder Laufen, ergänzen. Dabei können Sie die in
den Pilates-Stunden gelernten Prinzipien von Powerhouse und Atmung
hervorragend umsetzen und werden über Ihr neues Leistungspotential
überrascht sein.
Woran erkenne ich eine erfahrene Lehrkraft?
Eine erfahrene Lehrkraft legt viel Wert auf korrekte Ausrichtung,
Konzentration und Atmung.
Fragen Sie Ihre Lehrkraft nach ihrer Ausbildung. Fundierte Ausbildungen
dauern 400-600 Stunden über einen Zeitraum von 1-2 Jahren. Sie
beinhalten ein umfangreiches Anatomieprogramm, viele eigene
Coachingstunden und Unterricht unter Aufsicht. Unsere Lehrkräfte am
Center Circle, Pilates Studio® haben alle ein höchst anspruchsvolles
Ausbildungsprogramm mit 600 Stunden absolviert. Darüber hinaus bietet
das Center Circle, Pilates Studio® seinen Lehrkräften regelmäßige Inhouse-
Schulungen an um die Qualität unseres Unterrichts zu sichern.
Wo immer Sie Pilates lernen, stellen Sie sicher, dass Ihre Lehrkraft
ordentlich ausgebildet ist, da „Pilates“ Ihnen schaden kann, wenn Ihre
Lehrkraft nicht weiß was er/sie tut.
Aufgrund des Booms haben viele Fitnessstudios und Volkshochschulen ihre
Bauch-Beine-Po-Stunden in „Pilates“ umbenannt und mit Lehrkräften besetzt
die z.T. selbst noch nie eine Pilates-Stunde genommen haben.
Also Finger weg, wenn:
> ihre Lehrkraft Turnschuhe trägt
> ihre Lehrkraft neben Pilates auch Aerobic, Step-Aerobic, Tai Bo,
Spinning und diverse andere Klassen gibt
> Sie mit lauter Musik konfrontiert werden
> die Gruppe mehr als 15 Teilnehmer hat
> Tempo und Power die Stunde regiert
> wenn Sie sich überfordert fühlen
> wenn Sie nach dem Training Schmerzen haben
Ist Pilates vergleichbar mit Yoga?
Ja, es gibt ein paar Ähnlichkeiten zwischen Pilates und Yoga. Das liegt
daran, dass Joseph Pilates bei der Entwicklung seiner Trainingsmethode
sowohl von Östlichen wie auch von Westlichen Techniken inspiriert wurde.
Dennoch unterscheiden sich beide Methoden. Pilates ist z.B. eher
dynamisch, während Yoga mehr Wert auf die Statik in bestimmten
Positionen legt.
Pilates hat keinen religiösen Hintergrund.
Das Training richtet sich nach biomechanischen Gesichtspunkten und
fokussiert neben den Beckenbodenmuskeln die tiefen Bauch- und
Rückenmuskeln.
Wenn es Ihre Zeit erlaubt, gibt es keinen Grund, warum Sie nicht beide
Trainingsformen ausüben sollten. So profitieren Sie von den verschiedenen
Vorteilen beider Techniken.
Ist Pilates nur wieder einer dieser kurzlebigen Fitness-Trends?
Jein.
Seriös arbeitende Pilates-Studios bauen auf einer Trainingsmethode auf, die
inzwischen fast ein Jahrhundert alt ist. In diesem Zusammenhang kann man
kaum von „Trend“ sprechen.
Das „Moderne Pilates“ hat medizinisch betrachtet einen so hohen
Stellenwert eingenommen, dass es bei immer chaotischeren Zuständen in
unserem Gesundheitssystem nicht mehr wegzudenken ist. Es bietet
optimale Präventionsimpulse und fängt Menschen auf, die nach einer
Verletzung und 6x Krankengymnastik noch lange nicht „gesund“ sind.
Dennoch bleibt zu hoffen, dass Fitnessstudios und Volkshochschulen ihr
Angebot mit nicht oder schlecht ausgebildeten Lehrkräften bald wieder
absetzen, denn sie machen aus „Klienten“ „Patienten“ und schaden dem
gesundheitlichen Aspekt von Pilates erheblich.
Kann ich Pilates auch während der Schwangerschaft ausüben?
Generell sollten Sie vor der Ausübung jeglicher Sportart während der
Schwangerschaft mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.
Prinzipiell ist Pilates eine besonders gute Trainingsmethode während der
Schwangerschaft, da die Übungen den Beckenboden kräftigen um das Baby
bis zum Geburtstermin halten zu können. Das Training der Bauch- und
Rückenmuskeln hilft der Schwangeren eine gute Körperbalance zu erhalten
und ohne Rückenschmerzen durchzuhalten.
Nach der Entbindung hilft das Pilates-Training die ausgedehnten
Beckenboden- und Bauchmuskeln wieder in Form zu bringen.
Wir haben inzwischen schon viele Schwangere und junge Mütter betreut und
freuen uns mit ihnen über unvergessliche Geburtserlebnisse und rasche
Körperform-Rückgewinnung.
Was unterscheidet Pilates vom Kieser-Training?
Das Kieser-Training ist ein Maximalkrafttraining für die außen liegenden
Muskeln. Maschinen geben hohen Widerstand.
Das Problem bei Rückenschmerzen ist, dass bedingt durch eine
Bettlägerigkeit oder durch chronisch schlechte Haltung im Alltag, die tiefen
Muskeln entlang der Wirbelsäule zu schwach werden und damit die
segmentale Stabilität verloren geht. Bandscheibenschäden und Schmerzen
durch eingequetschte Nerven sind die Folgen, die bis zu Gefühlsstörungen
in den Beinen führen können.
Um schwache – oder gar verloren gegangene Muskeln – wieder
aufzutrainieren benötigt es ganz spezielle und sehr subtile Pilates-Übungen
(ohne Widerstand). Forschungsergebnisse belegen, dass diese Muskeln am
besten durch propriozeptive Trainingsreize stimuliert werden.
Genau dieses neuromuskuläre Training ist, was Pilates für alle von
Rückenschmerzen Geplagten so wertvoll macht.
Im Training bedeutet das konkret, dass wir zunächst mit sanften Übungen
das koordinative Zusammenspiel vom Beckenboden, der tiefen Bauch-
(M.transversus abdominus) und Rückenmuskeln (Mm. multifidii) sowie des
Zwerchfells üben, bevor wir die außen liegenden Muskeln mit einbeziehen.
Diese segmentale Stabilität ist wichtig um die Bandscheiben zu schützen
und eine unnötige Abnutzung der Gelenkflächen zu vermeiden.
Vorteil dieses Trainings ist, dass Sie keine teuren Geräte benötigen und
wenn Sie die Technik erst einmal gelernt haben, dann können Sie sie immer
und überall anwenden.
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